Kokosplamen Land Kerala

Kerala, „Land der Kokospalmen“, ist ein kleiner Bundesstaat am äußersten süd-westlichen Zipfel Indiens. Und tatsächlich findet man in allen Teilen Keralas die Kokospalmen, doch hier gibt es noch bei Weitem mehr zu entdecken. Fruchtbar und grün ist dieses Land und im Vergleich mit vielen anderen indischen Regionen sogar verhältnismäßig Reich.


Die Armut der Großmetropolen sucht man hier vergebens, findet dafür aber Ruhe in üppiger Natur und Abwechslung in wunder-schönen Städten. Kerala hat eine lange und alte internationale Geschichte. Schon früh entdeckten Phönizier, Ägypter, Babylonier, Chinesen, Araber und Römer das reiche Land an der Westküste Indiens und trieben mit den Einwohnern eifrig Handel. Im 12. Jahrhundert entdeckten die Europäer das kleine Paradies.

Marco Polo soll einer der Vorreiter gewesen sein. Ihm folgten die Portugiesen, Niederländer und Briten. Diese lange Geschichte mit Kontakten zur Welt außerhalb Indiens und den unterschiedlichen Kolonialherrschaften bescherte Kerala allerdings ein ausgesprochen reiches kulturelles Erbe, welches sich deutlich von der nordindischen Kultur unterscheidet.

Elefanten auf der Reise entdecken

Sein Reichtum und der deutliche Individualismus macht Kerala nicht nur für europäische Reisenden zum beliebten Urlaubsziel, sondern auch Inder lassen sich vom Charme der Westküste im Süden immer wieder gern gefangen nehmen. Lagunen, Seen und die berühmten Backwaters locken die Besucher an und verleiten dazu, länger bleiben zu wollen, als man eigentlich plante.

Wo sonst kann man in luftiger Höhe in Baumhäusern mitten im Urwald nächtigen und wird von den Rufen der reichen Fauna am frühen Morgen geweckt? Wo sonst kann man aus sicherer Entfernung wilde Elefanten ihren Weg durch den Wald suchen sehen? Kerala bietet einmalige Naturerlebnisse! Keine Angst – auf die Vorzüge der Zivilisation muss keineswegs verzichtet werden.

Die Baumhäuser bieten, trotz aller Nähe zur Natur, angenehmen Komfort. In den Backwaters warten Hausboote auf die Besucher und bringen sie über Flüsse und Kanäle durch das Inland. Wem das alles ein wenig zu viel Natur ist, bietet Calicut, eine der bekanntesten Hafenstädte Keralas, jede Menge Abwechslung. Schon für die Völker der Antike war sie der Anlaufpunkt aus Seerichtung und Umschlagplatz für Waren aus aller Welt.

Besonders die Gewürze von Kerala waren bei den ausländischen Händlern beliebt und dank der angrenzenden Gewürzhügel litt Calicut nie Mangel an selbigen. Nach einer Legende entstand Kerala auf Wunsch einer Reinkarnation Vishnus und es scheint tatsächlich, als hätte ein Gott seinen Traum vom Paradies genau in Kerala verwirklicht.

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