Reiseziel: Delhi

Delhi ist zwar Hauptstadt Indiens, doch nach Mumbai, (Bombay), doch nur zweitgrößte des Landes. Im Norden und im gleichnamigen Bundesstaat liegend, kann die Stadt auf eine Geschichte von gut 3000 Jahren zurück blicken. Als „Indraprasthra“ sollen die Pandawas die Stadt etwa 1200 v. Chr. gegründet haben und Archäologen haben dies bisher auch bestätigt. Beschließt man also Delhi zu besuchen, entscheidet man sich nicht nur einfach für die Hauptstadt Indiens, sondern für eine der ältesten Städte des Landes überhaupt.


Sprechen Historiker vom „modernen Delhi“ ist nicht die Stadt unserer Zeit gemeint, sondern jene zweite Gründungszeit, in der Delhi ein neues Gesicht durch die Rajputen bekam. Einst war Dehli auch Heimstatt des berühmten Pfauenthrons und des bekanntesten Diamanten der Welt, dem Koh-i-Noor. Beides verlor Delhi – das eine an den Schah von Persien, das andere an die Königin von England.

Apropos England: die „Britische Ost-Indien Kompanie“ gründete bereits Mitte des 18. Jahrhunderts erste Niederlassungen in Delhi. Von diesem Zeitpunkt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis zur vollständigen Kolonisation Indiens durch Großbritannien.

Der Grundstein des eigentlichen „New Delhi“ wurde auch bereits 1911 gelegt. Südlich des eigentlichen Stadtkerns entstand so erst auf dem Reißbrett, dann in der Realität der Teil Delhis, der auch heute noch hauptsächlich die Regierungsstellen beherbergt.

Mit Riksha durch Delhi

Heute ist die Stadt in neun Stadtteile unterteilt. Wer sie besuchen will, ist am Besten mit einer Riksha, ob nun Motor- oder Muskel betrieben, unterwegs. Die U-Bahn ist in Delhi noch im Bau und es wird wohl noch einiger Zeit bedürfen, bis sie die knapp 500km² völlig erschlossen hat. Reist man mit dem Flugzeug an, landet man auf dem „Indira Gandhi International Airport“, der etwa 1,5 Stunden vom Stadtzentrum entfernt liegt.

Wieder sind Taxi oder Motorriksha die beste Wahl. Will man Delhi in Richtung Landesinnere verlassen und während dieser Reise auch viel Sehen und Erleben, so empfiehlt es sich, einen der vier Bahnhöfe zu nutzen. Doch zuerst gilt es, Delhi selbst zu entdecken. Die alte, neue Stadt hat nicht nur für „Erstbesucher“ Erstaunliches, Überraschendes und vor allem Überwältigendes zu bieten.

Delhi ist Farben, Geräusche, Leben. Reich begegnet hier dem Reisenden ebenso wie Bitterarm. Die andere Seite der Stadt sind die uralten historischen Bauten. Die Altstadt mit ihren vielen verwinkelten Gassen und bunten Basaren, Tempel, Mausoleen und die „Lal Quila“ – die Rote Festung zeigen ein anderes Bild Delhis – ein Bild von Anmut, Grazie und großem Mut.

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