Indischer Schmuck

Indischer Schmuck wird in seinem Ursprungsland nicht nur von Frauen, sondern auch recht gern von Männern getragen. Grundsätzlich gilt für Inder und Inderinnen: Je festlicher der Anlass, umso üppiger und aufwändiger der angelegte Schmuck.

Indischer Schmuck ist bevorzugt aus Gold gearbeitet, denn dieses Metall soll nach Hinduglaube reinigende Wirkung haben und Glück bringen. Goldschmuck hat in Indien jedoch unglaubliche 22 oder sogar 24 Karat.


Und das kann sich natürlich nicht jeder leisten, erst recht nicht in unendlicher Menge und einfach so für den Alltag.

Daher ist indischer Schmuck auch nicht selten aus preiswerterem Silber gearbeitet.

Gerade Schmuckstücke aus diesem Material sind oft handwerklich meisterhaft verarbeitet und mit kunstvollen Verzierungen und wunderschönen Halbedelsteinen versehen.

Zu den am häufigsten verwendeten Schmucksteinen gehören jene, die in Indien reichlich vorkommen – Onyx, Carneol, Malachit und verschiedene Achate.

Indischer Schmuck hatte und hat immer noch Bedeutung als Mitgift, die einer Frau bei ihrer Hochzeit mitgegeben wird um ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Schließlich war (und ist immer noch in vielen armen Regionen Indiens) die Mitgift die einzige finanzielle Sicherheit einer Frau – denn das Land wird nur unter den Söhnen einer Familie aufgeteilt.

Für Frauen gemachter indischer Schmuck ist besonders vielfältig und repräsentiert ausdrucksvoll indische Tradition und Symbolik. Halsketten – bevorzugt aus Gold mit Diamanten – gehören heute zu den populärsten Schmuckstücken der Inderinnen.

Mangalasutra für die Hochzeit

Traditionell gesehen jedoch ist die „Mangalasutra“ der verbreitetste Halskettentyp. Sie wird von der indischen Frau für die Hochzeitszeremonie angelegt und erst dann wieder abgenommen, wenn der Ehemann verstirbt.

Somit ist diese Kette das indische Pendant zum Ehering unseres Kulturkreises. Indischer Schmuck – das sind besonders für verheiratete Frauen aber auch Armreifen, und davon am besten jede Menge.

Das klingelnde Geräusch, welches sie beim Aufeinanderschlagen verursachen, soll ihre Trägerin beschützen und außerdem den Ehemann bewachen. Neben Gold und Silber als bevorzugtem Material sind hier auch Holz und Glas, Plastik und Metall sehr beliebt.

Indischer Schmuck wird aber ebenso gerne an Nase und Fuß getragen. So symbolisieren Nasenstecker und Nasenringe die Reinheit einer verheirateten Frau. Das gleiche gilt für Zehenringe und Fußkettchen.

Finger- und Ohrringe hingegen sind indischer Schmuck, der von Frauen jeden Alters und jeden Familienstandes getragen wird – auch hier wird Gold zwar bevorzugt, aber auch andere Materialien sind populär.

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