Indischer Morgenmantel
Die Herkunft des Morgenmantels liegt ein wenig im Dunkeln. Während die einen dafür plädieren, dass die Engländer die eigentlichen Erfinder sind, beanspruchen aber auch Japan und China den Morgenmantel für sich. Schon lange bevor er in England Mode wurde, warfen sich Damen und Herren den Morgenmantel in Asien über die Nachtkleidung, wenn z.B. unerwarteter Besuch erschien.
Der Zweck des Morgenmantels hat sich seitdem nicht verändert. Oft werden Bade- und Morgenmantel verglichen. Der Unterschied zum Bademantel besteht tatsächlich seltener im Schnitt – beide sind meist weit und lang gearbeitet, sondern eher im Stoff. Während der Bademantel ausschließlich aus Stoffen, die zur Aufnahme von Feuchtigkeit geeignet sind, gefertigt ist, darf der Morgenmantel wesentlich leichter und meist aus Seide sein.
Besonders prunkvolle Stücke der oberen Klassen waren auch schon mal aus edlem, schwerem Brokat gefertigt. Während in Europa der Morgenmantel eher eine schlichte Angelegenheit ist, gleicht er in Asien den Tageskleidern. So sind indische Morgenmäntel im Sari – Stil und in Japan nicht selten die im Kimono-Stil üblich. Auch werden diese Morgenmäntel aus Sari- oder Kimonoseide gefertigt.
Die Morgenmäntel aus 1001 Nacht scheinen so manchem fast zu schade, sie als einfache Hausbekleidung getragen zu werden. Dem jeweiligen Kleidungsstil entlehnt, wird natürlich auch beim Morgenmantel nicht auf Stickereien, Verzierungen und schöne Borten verzichtet. Die männliche Variante ist dabei allerdings schlichter und häufig auch im Kaftanstil zu finden.
Der Morgenmantel für die Damen ist wieder Weiblichkeit pur. Er strahlt ebenso viel Eleganz und Schönheit in seiner Farbenpracht aus, wie sie auch bei der Tagesbekleidung zu finden sind.

