Holly… ähm Bollywood
Bollywood entstand bereits in den 1930er Jahren. Seine Glanzzeiten allerdings, erreichte es erst in den 1960er und 1970er Jahren. Den typischen Bollywood-Film gibt es bisher nicht. Dieser hat nämlich die Eigenschaften, dass der Film zweieinhalb bis vier Stunden andauert. Eine Unterbrechung ist normalerweise eingeplant. Die Handlung wird häufig von musikalischen Tanzszenen unterstrichen und erzählerisch kommentiert.
Die Filmlieder werden bereits im Vorfeld auf MTV oder einem anderen Musiksender gespielt. Der Sinn besteht hier lediglich im Werbezweck. In den letzten Jahren wurde Bollywood auch in Deutschland immer beliebter. Eine breite Auswertung verschiedenster Medien ist hierfür verantwortlich. Der wahre Boom um Bollywood brach mit der DVD-Veröffentlichung von „Kabhi Khushi Kabhie Gham – in guten wie in schweren Tagen“ aus. Diese wurde sogar auf RTL2 ausgestrahlt.
Seit 2007 touren zwei große Bühnenshows durch Deutschland und das übrige Europa, die den Stil, die Musik und die Mode Bollywoods und somit Indiens widerspiegeln und nachahmen. Bollywood ist des Weiteren auch ein Synonym für die Filmindustrie in Mumbai. Große Gewinne wie die Filmfabrik in den USA werden angestrebt, so dass der Vergleich Hollywood – Bollywood entstand.
Der Begriff „Bollywood“ entstammt einer Wortkreuzung. „Bombay“ und „Hollywood“ sind die Ursprünge und verhalfen dieser indischen Filmindustrie zu ihrem Namen. In einem hat Bollywood der USA jedoch bereits den Rang abgelaufen, jedoch ist das den meisten Menschen gar nicht ersichtlich.
Bollywood ist die produktivste Filmindustrie der Welt, denn hier werden knapp 900 Filme pro Jahr produziert. Die meisten Filme gelangten jedoch nie über den indischen beziehungsweise asiatischen Raum hinaus. Ein weiterer großer Unterschied zur Filmindustrie im Westen: auch hier dürfen Männer ihre Gefühle offen zeigen. So ist Bollywood in der Regel viel emotionaler und tiefgründiger ausgelegt als Hollywood.

