Indien ist das Land der Sari, der heiligen Kühe, der Bollywood-Filme – und der Gewürze. Die indische Küche ist bekannt für die Vielfalt an würzigen Beigaben und vor allem auch für ihre Schärfe. Kaum ein anderes Land verwendet in seinen Speisen so viele Gewürze mit exotisch klingenden Namen wie Indien.
Viele der indischen Gewürze sind mittlerweile auch im Westen bekannt. Neben den reinen Gewürzen wie Bockshornklee, Chili, Kardamom oder Koriander, kommen aus Indien auch viele Gewürzmischungen, die mittlerweile auch in der europäischen Küche Verwendung gefunden haben.
Curry zählt dabei zu den bekanntesten Mischungen. Kein Currypulver kommt ohne Kurkuma, Chili, Pfeffer, Kardamom, Koriander, Ingwer, Kreuzkümmel, Nelke und Muskat aus. In welchem Verhältnis die einzelnen Zutaten vorkommen, kann sich von Mischung zu Mischung unterscheiden, denn in Indien haben viele Familien über die Jahrzehnte ihre ganz persönlichen Mischungen entwickelt. So sind der Vielfalt keine Grenzen gesetzt. Ähnlich individuell kann zum Beispiel die Mischung Garam Masala ausfallen. Auch in ihr müssen Kardamom, Nelken, Kreuzkümmel, Pfeffer, Zimt und Muskat enthalten sein. Und nicht selten wird Garam Masala auch zum Würzen von Curry-Gerichten verwendet.
Doch Gewürze können nicht nur den verschiedensten Speisen eine besondere Note verleihen. Auch bei der Herstellung von alkoholischen Getränken kommt das eine oder andere Gewürz ins Spiel. Viele Menschen kennen beispielsweise den griechischen Ouzo, der aus Anis hergestellt wird. Und auch der italienische Amaretto aus Mandelkernen mit Vanille-Aroma, Glühwein mit Zimt und Sternanis oder Gin aus Muskatnuss gehören zu beliebten alkoholischen Getränken. Vor allem beim Gin erfolgt die Aromatisierung durch die Zugabe von Gewürzen und Muskat ist eines der wichtigsten Gewürze im Gin. Vor allem im Winter sind die wärmenden Getränke auf Weihnachtsmärkten beliebt. Und durch Gewürze wie beispielsweise Zimt und Muskatnuss erhalten Getränke wie Glühwein, Punsch und Gin immer wieder ein neues Aroma.

