Kondome für Commonwealth-Spiele

Obwohl Indien inzwischen zu den Schwellenländern zählt, ist es immer noch ein Land der Gegensätze. Die Unterschiede von Arm und Reich sind so extrem wie in kaum einem anderen Land. Das gilt auch für die Versorgung der Kranken. An Vorsorge ist meistens gar nicht zu denken und auch die Aufklärung über gesundheitliche Risiken wurde lange Zeit vernachlässigt.


So ist es auch kein Wunder, dass es in Indien sehr viele Menschen gibt, die an AIDS erkrankt sind. Damit Aids und andere Geschlechtskrankheiten nicht noch weiter um sich greifen, trifft Indien für die Zeit der Commonwealth-Spiele Vorkehrungen. So sollen bis zum Beginn der Commonwealth-Spiele in diesem Jahr 150 neue Kondomautomaten bereit gestellt werden.

An diesen Automaten sollen die Besucher günstig Kondome kaufen können. Laut einem Bericht der „Hindustan Times“ kosten die Kondome als Doppelpack fünf Rupien. Nach dem jetzigen Kurs wären das rund 8 Euro-Cent. Damit die Automaten mit den billigen Kondomen leicht zu erkennen sind, werden sie mit dem Maskottchen der Commonwealth-Spiele verziert.

Die Kondomautomaten werden überall dort aufgestellt, wo viel Publikumsverkehr herrscht, wie zum Beispiel in Waschräumen, Stadien oder Shopping-Meilen. Laut der indischen AIDS-Kontrollorganisation NACO sollen die Gäste täglich bis zu 3300 Packungen kaufen können. So hofft die NACO eine erhöhte Infektion während der Commonwealth-Spiele zu vermeiden, denn den Preis von fünf Rupien pro Doppelpackungen können sich auch die Ärmsten leisten.

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