Laut einer Umfrage der Internationale Society of Aesthetic Plastic Surgery boomen die Schönheitsoperationen. Indien liegt somit weltweit an der vierten Stelle – nach den USA, Brasilien und China.
Nicht nur wegen Schönheitsoperationen reisen Ausländer nach Indien auch andere medizinische Eingriffe stehen groß im Angebot. Denn Krebstherapien, Herzoperationen sowie Ersatz von Hüftgelenken und andere Gelenken stehen auf dem Programm.
Schätzungen haben ergeben, dass sich bis Anfang 2007 bereits 1,5 Millionen Ausländer in Indien behandeln lassen haben. Die meisten davon stammen aus der USA und Großbritannien. Aber wie viel es genau sind, lässt sich leider nicht hundertprozentig feststellen, da viele Kliniken in Indien ihre Patienten nicht melden. Da die wenigsten von denen mit dem sogenannten M-Visum einreisen.
Bekanntlich wurde schon vor ein paar Jahren dieses Visum von der indischen Regierung erschaffen. Das heißt: Wer mit einem –M- (medicla) in seinem Pass eingetragen hat, darf für mindestens 1 Jahr mit einem Begleiter in Indien bleiben.
Infolgedessen sichert sich Indien einen großen Teil des Medzin-Tourismus-Markt, der einen Boom vergleichbar ist, mit jenen der IT-Branche. Trotz großer Euphorie im privaten Gesundheitssystem gibt es dennoch auch die Schattenseite des Ganzen. Denn die vielen staatlichen indischen Spitäler verfügen nicht einmal im Bereich Gesundheitsversorgung keinen Gebärsaal oder nicht einmal ein Labor. Obwohl der Medizin-Tourismus versprach, große Gewinne für die indische Volkswirtschaft. Somit bleibt offen, wie die staatlichen Spitäler davon profitieren sollen.


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